Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine deutsche Förderbank, die verschiedene Programme zur Unterstützung von Immobilienbesitzern anbietet. Hier sind einige der wichtigsten Punkte zur KfW-Förderung für Immobilien:

01.
Zielgruppen

Die KfW-Förderung richtet sich an Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen.

02.
Programme für Privatpersonen

Privatpersonen können von verschiedenen Programmen profitieren, wie beispielsweise dem KfW Wohneigentumsprogramm, das zinsgünstige Kredite für den Bau oder Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum bietet

03.
Energieeffizienz

Ein Schwerpunkt der KfW-Förderung liegt auf der Verbesserung der Energieeffizienz von Immobilien. Hierzu gehören Programme wie das KfW-Effizienzhaus, das finanzielle Anreize für energieeffizientes Bauen oder Sanieren bietet

04.
Zinssätze

Die KfW-Kredite zeichnen sich oft durch günstige Zinssätze aus, um Investitionen
in Immobilien attraktiver zu machen.

05.
Kombination mit anderen Fördermitteln

Oft können KfW-Fördermittel mit anderen staatlichen Förderprogrammen kombiniert werden, um die Finanzierung von Immobilienprojekten weiter zu erleichtern.

06.
Beantragung:

KfW-Darlehen müssen über eine Bank oder einen Finanzierungsvermittler beantragt werden und dienen als Ergänzung zur Baufinanzierung

Die Struktur von KfW-Darlehen ähnelt grundsätzlich herkömmlichen Baufinanzierungen. Es handelt sich dabei um
Annuitätendarlehen, für die eine Sollzinsbindung festgelegt wird, die je nach KfW-Programm zwischen 5 und 10 Jahren
variiert. Zusätzlich zeichnen sich KfW-Darlehen durch folgende Merkmale aus:

  1. Geringere Zinsen: KfW-Darlehen werden durch besonders günstige Zinsen gefördert, was für bestimmte Programme gilt.
  2. Tilgungsfreie Anlaufjahre: In den ersten 1 bis 5 Jahren, den tilgungsfreien Anlaufjahren, entlastet Sie das KfW-Darlehen finanziell. Während dieses Zeitraums zahlen Sie nur die Zinsen des Kredits, jedoch keine Tilgung.
  3. Nicht rückzahlbare Zuschüsse: Zuschüsse, die Sie für Ihr KfW-Darlehen erhalten, verringern die Darlehenssumme. Dadurch müssen Sie weniger zurückzahlen, und die Laufzeit des Darlehens verkürzt sich.

Die Inanspruchnahme eines KfW-Darlehens ist sinnvoll, insbesondere wenn Sie ohnehin einen Kauf, Umbau oder eine Modernisierungsmaßnahme planen. Die Konditionen sind optimal und häufig günstiger im Vergleich zum Abschluss einer herkömmlichen Baufinanzierung.

KfW-Darlehen sind kostengünstige Kreditoptionen, teilweise mit Tilgungszuschuss, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellt werden. In der Regel erfolgt die Nutzung von KfW-Darlehen nicht als alleinige Finanzierung für Immobilienprojekte, sondern sie fungieren als zusätzliche Bausteine zur Hauptbaufinanzierung. Ein herausragender Vorteil der KfW-Darlehen liegt darin, dass die Zinssätze oft niedriger sind als bei herkömmlichen Baufinanzierungen. Neben den attraktiven Zinsen bieten KfW-Darlehen weitere Vorzüge, wie beispielsweise tilgungsfreie Anlaufjahre, die den Kreditnehmer zu Beginn der Finanzierung entlasten.

Wie hoch die Zinsen bei KfW-Darlehen sind, variiert, aber generell sind sie in der Regel niedriger als die aktuellen Bauzinsen. In Phasen mit allgemein niedrigen Zinsen können die Zinsen von herkömmlichen Annuitätendarlehen durchaus mit denen der KfW mithalten. Es ist jedoch zu beachten, dass die Zinsen von regulären Baufinanzierungen in der Regel nur dann das günstige Niveau der KfW erreichen, wenn bestimmte ideale Voraussetzungen erfüllt sind.  Dazu gehören beispielsweise ausreichendes Eigenkapital, um den Beleihungsauslauf unter der 60-%-Marke zu halten.

Ein Tilgungszuschuss bei der KfW ist eine finanzielle Unterstützung, die nicht direkt an den Empfänger ausgezahlt wird, sondern von der Restschuld des KfW-Darlehens abgezogen wird. Nach Abschluss der Baumaßnahmen, für die eine KfW Förderung in Anspruch genommen wurde, und nach Vorlage der erforderlichen Nachweise wird der Tilgungszuschuss auf das KfW-Darlehen angerechnet. Dies führt zu einer Reduzierung der Restschuld und somit zu einer verkürzten Laufzeit des Darlehens.

Beispielhaft bietet die Bundesförderung für effiziente Gebäude Wohngebäude einen Tilgungszuschuss von bis zu 45 % der Darlehenssumme. Der Zuschuss ist jedoch gedeckelt, und die Höhe richtet sich nach dem erreichten EffizienzhausStandard. Bei Sanierungen im Rahmen des Programms 261 können Maßnahmen wie die Wärmedämmung der Immobilie, der Austausch von Fenstern und Türen oder die Installation einer neuen, energieeffizienten Heizung förderfähig sein.
Es ist wichtig zu betonen, dass der Tilgungszuschuss nicht zurückgezahlt werden muss. Die Beantragung solcher Zuschüsse erfolgt über die durchleitende Bank, bei der auch das entsprechende KfW-Darlehen abgeschlossen wurde. Wie wird der Zuschuss ausgezahlt?
Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt je nach Art der Förderung auf unterschiedliche Weise. Bei einmaligen Zuschüssen, wie dem KfW 455 Altersgerechter Umbau, erfolgt die direkte Auszahlung an den Antragsteller durch die KfW. Dieser Zuschuss kann dann für die Begleichung von Rechnungen im Zusammenhang mit den förderfähigen Maßnahmen genutzt werden.
Die Beantragung solcher Direktzuschüsse erfolgt durch den Antragsteller direkt bei der KfW, und hierfür steht ein spezielles Zuschussportal zur Verfügung. Im Zuge des Antragsprozesses werden die erforderlichen Unterlagen eingereicht, um die Förderfähigkeit nachzuweisen. Nach erfolgreicher Prüfung erfolgt die Auszahlung des Zuschusses direkt an den Antragsteller.
Es ist ratsam, die genauen Modalitäten und den Ablauf der Auszahlung für die jeweilige Fördermaßnahme bei der KfW oder der durchleitenden Bank zu erfragen, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Schritte korrekt durchgeführt werden.

Für bestimmte KfW-Darlehen wie die Programmnummern 261 – Wohngebäude Kredit, Klimafreundlicher Neubau (297, 298) und Wohneigentum für Familien (300) ist die Einbindung eines qualifizierten Energie-Effizienz-Experten erforderlich. Vor und nach der Umsetzung der Maßnahmen müssen schriftliche Verwendungsnachweise erbracht werden, die dieser Experte ausfüllt. Er beurteilt die fachgerechte Umsetzung des Projekts, begleitet Sie im Prozess und erstellt die notwendigen Dokumente zur Beantragung des Darlehens. Die Kosten für den Sachverständigen werden ebenfalls durch die entsprechenden Programme gefördert.

Die Beantragung von KfW-Darlehen erfolgt nicht direkt bei der KfW, sondern immer über eine, sogenannte “durchleitende Bank”. Die meisten führenden deutschen Geschäftsbanken, die Baufinanzierungen anbieten, kooperieren mit der KfW. Daher können Sie bei Ihrer Hausbank nicht nur das Hauptdarlehen zur Finanzierung einer Immobilie abschließen, sondern auch den entsprechenden KfW-Kredit. Was sind KfW-Darlehen?

In der Regel müssen KfW-Darlehen, genauso wie die Hauptfinanzierung, im Grundbuch abgesichert werden. Allerdings erfolgt die Eintragung nicht direkt auf die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), sondern auf die durchleitende Bank. Diese übernimmt die Haftung für Ihre Zahlungsfähigkeit gegenüber der KfW.

Die Rangfolge im Grundbuch sieht vor, dass das Hauptdarlehen in der Regel den ersten Platz einnimmt, da es normalerweise die höhere Restschuld aufweist. Das KfW-Darlehen wird dementsprechend nachrangig besichert. Somit stehen am Ende zwei Darlehen im Grundbuch:

  1. Das Hauptdarlehen, häufig ein Annuitätendarlehen, mit der durchleitenden Bank als Gläubigerin.
  2. Das KfW-Darlehen, ebenfalls oft ein Annuitätendarlehen, ebenfalls mit der durchleitenden Bank als Gläubigerin.

Es ist zu beachten, dass die Eintragung ins Grundbuch in vielen Fällen nur für KfW-Kredite mit einer Summe von 30.000 € oder mehr erforderlich ist

Bei KfW-Darlehen haben Sie die Möglichkeit, die Kreditlaufzeit und die Zinsbindung separat voneinander festzulegen. Ein konkretes Beispiel hierfür ist das KfW-Darlehen 159 – Altersgerecht Umbauen, bei dem Sie Kreditlaufzeiten von 4 bis 30 Jahren wählen können und zwischen Zinsbindungen von 5 oder 10 Jahren entscheiden können.

Es gilt zu beachten, dass kürzere Laufzeiten zu günstigeren KfW-Zinssätzen führen. In einem extremen Szenario könnten Sie beispielsweise eine Kreditlaufzeit von 30 Jahren und eine Zinsbindung von 5 Jahren wählen. Nach Ablauf der 5 Jahre endet die Zinsbindung, und die KfW unterbreitet Ihnen ein neues Zinsangebot. Dieses Angebot orientiert sich an den zu diesem Zeitpunkt marktüblichen Bauzinsen. Sie haben dann die Option, das Angebot anzunehmen oder abzulehnen. Bei Ablehnung müssen Sie den verbleibenden Betrag bei der KfW durch einen Kredit einer anderen Bank ablösen.

Die Möglichkeit zur Kündigung eines KfW-Kredits besteht grundsätzlich, allerdings sind die Bedingungen abhängig von der Laufzeit des Darlehens:

  1. Zinsbindung noch gültig: Vorfälligkeitsentschädigung: Kündigen Sie das KfW-Darlehen während der Zinsbindung, wird Ihnen eine Vorfälligkeitsentschädigung in Rechnung gestellt. Die Höhe bestimmt die Hausbank, über die Sie den Kredit beantragt haben. Ausnahme bei langer Zinsbindung: Wenn die Zinsbindung bereits mehr als 10 Jahre beträgt, entfällt bei einer Kündigung durch das Sonderkündigungsrecht gemäß §489 BGB die Vorfälligkeitsentschädigung. In diesem Fall zahlen Sie nur die ausstehende Restschuld.
  2. Möglichkeit der Kündigung: Nach Ablauf der Zinsbindung können Sie das KfW-Darlehen kündigen, solange Sie keinen neuen Finanzierungsvertrag abgeschlossen haben. Teilrückzahlungen ohne Entschädigung: In dieser Phase sind Teilrückzahlungen ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich. In Phasen niedriger Zinsen kann es vorteilhaft sein, bei KfW-Darlehen auf eine längere Zinsbindung zu setzen, um das Risiko von Zinsänderungen zu minimieren. Nach 10 Jahren besteht ein Sonderkündigungsrecht, und bei KfW-Darlehen, die kürzer als 10 Jahre bestehen, sollte eine Kostenprüfung durchgeführt werden. Ist die Vorfälligkeitsentschädigung geringer als die Zinsersparnis des neuen Darlehens, kann ein Zinswechsel sinnvoll sein.

Die Möglichkeit einer Sondertilgung bei KfW-Darlehen ist stark begrenzt, und in der Regel verlangt die KfW für Sondertilgungen eine Vorfälligkeitsentschädigung. Die genaue Höhe dieser Entschädigung wird von der durchleitenden Bank mitgeteilt, über die Sie den KfW-Kredit ursprünglich beantragt haben. Diese Bank ist auch der Ansprechpartner für die Abwicklung von Sondertilgungen.

Es ist ratsam, nach einer erfolgten Sondertilgung einen neuen Tilgungsplan von Ihrer Bank ausstellen zu lassen. Falls die Bank Ihnen diesen nicht automatisch aushändigt, sollten Sie ihn ausdrücklich anfordern. Die aktualisierten Informationen könnten später wichtig sein, insbesondere wenn Sie eine Anschlussfinanzierung planen.